Isinger Gymnasiasten zu Besuch an der Grund- und Mittelschule in Obing

Ein Bericht von Frau Astrid Pröller

Das Theater-Praxis-Seminarder 11. Klasse unter der Betreuung seiner Deutschlehrerin und Regisseurin Frau Dr. Karin Biller vom Gymnasium LSH Schloss Ising bereitete die Schüler der 3. bis 6. Klassen der GMS Obing auf die Inszenierung desTheaterstückes „Faust, Der Tragödie erster Teil“ von J. W. von Goethe vor.

Nachdem die GMS Obing eine Einladung des LSH Schloss Ising zum Theaterstück „Faust - Der Tragödie erster Teil“ erhielt, waren die Lehrkräfte zunächst sehr skeptisch, ob Goethes Meisterstück, trotz verkürzter Form, nicht zu anspruchsvoll für Grundschüler sei. Die Klassen 3b und 4b mit ihren Lehrerinnen Frau Pröller und Frau Traspel, ausgelagert in Pittenhart, sowie die beiden 5. und 6. Klassen der GMS in Obing, geführt von Frau Dohm, Frau Kaltenhauser, Frau Reinhard und Frau Lindinger, meldeten sich daraufhin zu der angebotenen Theatereinführung an.

Hierzu besuchte das Theaterteam des P-Seminars mit Frau Dr. Karin Biller und dem Kunstlehrer Herrn Johannes Kneisel zuerst dieSchüler in Obing und anschließend die jüngeren Schüler in Pittenhart.

Das Isinger Theaterteam mit den 5. und 6. Klassen in Obing.
Frau Dr. Biller mit den Pittenharter Schülern.


Teilnehmer des Seminares ließen dabei ein altersgemäßes Tafelbild erwachsen und vermittelten den Kindern so den Ablauf und Inhalt der Tragödie. Außerdem erklärten die Hauptakteure ihre Rollen und ihr Handeln auf feinfühlige, pädagogische Art und Weise. Zur Wiedererkennung hatten sie auch ihre Kostüme mitgebracht und gingen auf Fragen der Schulkinder ein. Frau Dr. Biller erklärte den Grund- und Mittelschülern anschließend, dass für ein Theater auch Personen wichtig seien, die nicht auf der Bühne stünden, wie zum Beispiel Souffleur und Verantwortliche für Technik, Musik, Maske, Bühnenbild, Aufbau, Aufzeichnungen, Pausenverpflegung oder Programmheft und Werbung.

Die anfängliche Skepsis bei den Lehrern war abgelegt und die Vorfreude auf den Theaterbesuch war bei den Kindern sichtlich gewachsen. Vor allem die jüngsten Schüler bedankten sich für den motivierenden Besuch aus Ising mit begeisterndem, rhythmisiertem Applaus und einem kleinem Imbiss.

Am darauffolgenden Tag fuhren die Kinder zur Theateraufführung. Die Bewunderung war groß für vertraute, geschminkte Gesichter auf der Bühne. Aber auch die vielen Nebendarsteller aus der Schultheater AG imponierten dem jungen Publikum sehr. Viel Beifall erhielten ebenso die Musikgruppe und der Chor unter der Leitung von Herrn Frank Schöftenhuber für die buntgefächerte Musik- und Liederauswahl.

Bei den Nachbesprechungen und -arbeiten in den Klassen wurde deutlich, dass Goethes „Faust, Der Tragödie erster Teil“ auch Grundschülern motivierend, verständlich und nachhaltig nähergebracht worden ist. So waren die Drittklässler eifrig mit kreativen Schreibübungen beschäftigt und arbeiteten dabei Charaktere der Darsteller in Farbgedichten heraus, die sie unbedingt den Gästen zukommen lassen wollten.

Ein großes Lob an das Landschulheim Schloss Ising mit seiner außerordentlichen „Theaterfamilie“.