360-Grad-Fotographie zusammen mit dem BayernLab

Der Isinger Planetenweg ist fertig!

„Eingabe der Koordinaten 47°55‘23.1“N 12°29‘36.7“E, Entfernung vom Startpunkt 8,8471 × zehn bis 14 Lichtjahre. Countdown starten. Drei, zwei, eins, null!“ Und dann verlassen der Lehrer und sein Schülerteam ihre Heimatbasis, das Landschulheim Schloss Ising, um den Weg in Richtung Neptun auf sich zu nehmen. Denn genau bei diesem Planeten wollen sie ihren nächsten Schritt wagen und die notwendige Arbeit für ein großes Schulprojekt leisten: den Bau eines Planetenpfades. „Und diesmal sind wir in der Rekordzeit von knapp zehn Minuten am Neptun angekommen, ganz ohne Beamen“, lässt Kurt von Kiesling verlauten, denn bei genauem Studium der Koordinaten zeigt sich, dass der äußerste Planet des Sonnensystems nur 837 Meter von der Schule entfernt ist, an der Grenze des Schulgrundstücks nahe dem Chiemseeufer. An dieser Stelle bauen die Beteiligten eine Infotafel auf und setzen den Grundstein für den ersten Planetenweg am Chiemsee. Die Idee zum Lehrpfad entstand durch Physik und Mathematiklehrer Norbert Prebeck. Die Kombination aus naturwissenschaftlichem Background und sein Sinn für Kunst waren es, welche ihn in einer freien Minute zu diesem Gedanken führten. „Es war eine spontane Idee, die im Kollegium so gut ankam, dass sich schnell ein Kernteam entwickelt hat. Wir haben auch gleich mit der Arbeit begonnen.“ Mit dem Kernteam meint Prebeck vor allem Kurt von Kiesling, Lehrer für Kunst und Sport, und die zwei Schüler Peter Kerschl und Sebastian Wallner. Das Konzept des Pfades ist, naturwissenschaftlich Interessierten aus den eigenen und umliegenden Gemeinden wie auch Gästen, einen „lehrfördernden Mehrwert“ am Standort Chiemsee zu geben und durch die Gestaltung des Weges ein Gefühl für die Dimensionen des Sonnensystems zu schaffen. Diese Idee kam auch bei der Gemeinde Seeon-Seebruck und dem Chiemgau Tourismusverband gut an, sodass Hilfe angeboten und Genehmigungen für den Bau erteilt wurden. Die Parteien einigten sich auf einen Planetenpfad im Maßstab 1:5 400 000 000, der rund um das Grundstück des Landschulheims und auf dem Grundstück des Hotels Gut Ising entstehen soll. Die Sonne wird im Innenhof der Schule errichtet. Die Erde ist knapp 28 Meter von ihr entfernt und Merkur, Venus und Mars sind ebenso in unmittelbarer Nähe. Es wird daher möglich sein, von der Erde aus eine Marsmission in zehn Sekunden durchzuführen, ohne den Innenbereich der Schule zu verlassen, um schlussendlich allerhand Wissenswertes über den roten Planeten zu erfahren. Dabei treffen interessierte Hobbyastronauten auf Edelstahlplatten befestigte Kugelkörper, die wiederum auf einem Steinsockel montiert sind. Jeder Planet ist abstands- und maßstabsgetreu zur Sonne nachempfunden. Somit sind die dem Mars benachbarten Himmelskörper Jupiter, Saturn und Uranus auf Gut Ising zu finden. Neben diesen wird eine Infotafel aufgestellt, auf welcher allerhand aktueller Daten, Fakten und Analysen des kosmischen Gebildes zu finden sein werden. Viele Sponsoren haben bei dem Projekt mitgewirkt: vor allem die Braukon, welche die Materialien gestellt und viel konstruiert hat. Daneben hat unsere Schule auch Hilfe und Spenden von lokalen Unternehmen aus den Gemeinden Seeon-Seebruck, Traunreut, Trostberg und Bischofswiesen erhalten. Dafür herzlichen Dank! 

 

Der Dank gebührt auch den Schülern:

Peter Kerschl und viele weitere Schüler buddeln die Löcher zum Aufstellen der Sockel aus, Sebastian Wallner steckt zudem noch viel Herzblut in die grafische Gestaltung der Infotafeln hinein. „2019 ist es so weit, dass wir die ersten Forscher und Weltraumtouristen in unser kleines Sonnensystem auf Reise schicken“, verkündet Kurt von Kiesling. Bis dahin werden die vier Teammitglieder noch öfter Koordinaten festlegen, zu den Planeten reisen und mit ihrem Bau ihren ganz persönlichen Fußabdruck in der Gemeinde hinterlassen. 


Text: Dr. Dominik Zgela

 

 

Ising-Car rollt aufs Podest 

Jugend forscht: Newcomer-Preis für Isings Elektroauto 

Erstmalig dabei – und schon Gewinner: Die Isinger Achtklässler Eric Lex, Cederic Temmar und Valentin Mayer holten sich mit dem Ising-Car den erstmalig vergebenen Jugend-forscht-Schulpreis für Neueinsteiger! Gemeinsam mit ihrem Physiklehrer Norbert Prebeck hatten die Gymnasiasten fleißig geplant, geschraubt und gefeilt, bis das Elektroauto fix und fertig vor ihnen stand. In Zeiten der Diskussionen rund die Autobranche haben die drei Isinger verstanden: „Die Mobilität der Zukunft ist elektrisch.“ Noch gingen die richtig großen Preise an andere Forscherteams, aber nicht mehr lange, da sind die Isinger motiviert! Und mit dem Preisgeld von 250 Euro lassen sich sicherlich neue Ideen entwickeln – und der nächste Wettbewerb kommt bestimmt. In den Profilgruppen, beispielsweise in Robotik oder Natur und Technik beginnen die Schüler am Isinger Gymnasium bereits in der fünften Klasse zu forschen: Sie programmieren Lego-Roboter oder beschäftigen sich mit Hermetosphären, also Ökosystemen in abgeschlossenen Glasbehältern. Und wer nicht im weißen Kittel als Naturwissenschaftler tätig sein will, probiert in den Profilgruppen Sport Neues wie Golf und Rudern aus oder kämpft mit dem Lampenfieber auf der Theaterbühne. 

Text: Walter Heil, Christine Linner 

Fotos: Norbert Prebeck

 

Besuch bei Heidenhain – Workshop Programmieren

Am Mittwoch, den 3. Juli besuchten wir, die Klasse 9b des Isinger Gymnasiums, die Firma Heidenhain in Traunreut. Dort stellten wir unsere selbst erstellten Computer-Programme vor. Dabei unterstützten uns tags zuvor zwei studentische Hilfskräfte der Initiative-Junge-Forscher e.V. . In unseren kleinen Software-Projekten ging es darum, Menschen bei der Physiotherapie zu helfen. Morgens wurden wir an der Pforte von Frau Alena Barth empfangen und durch das Firmenareal zu den entsprechenden Räumlichkeiten geführt. Herr Michael Stocker begrüßte uns und stellte die Firma Heidenhain vor. Nach einer kurzen Pause hatten wir Gelegenheit weiter an unseren Lösungen zu arbeiten. Die Ergebnisse wurden von Herrn Stocker begutachtet. Er spornte die Schüler/innen an, die Übungen, die der Rehabilitation dienen sollten, selbst vorzumachen. Dies strengte manchen sehr an. Herr Markus Büchele stellte in seinem Fachvortrag zur Informatik eine Software vor, welche aus Worten den entsprechenden Morsecode generierte. Zwar durften wir das „Dit“ und „Dah“ auch langer Worte anhören. Bei „Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch“, dem längsten Ortsnamen der Welt, verzichteten wir aus Zeitgründen darauf den Morsecode abzuspielen. Nach dem sehr leckeren und üppigen Mittagessen im Betriebsrestaurant wurden wir durch die Produktionshallen geführt. Besonders beeindruckend waren die selbstfahrenden Roboterfahrzeuge, welche in den Fluren unterwegs sind. Dr. Florian Schindler erklärte Produktionsbedingungen, die in Reinräumen weltweit herrschen müssen, um in der Chip- und Platinenfertigung reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen. Nachdem Herr Stocker die Möglichkeiten von studentischen Förderprogrammen der Firma Heidenhain vorgestellt hat, begleitete uns Frau Barth zurück zum Besucherausgang. Wir verabschiedeten uns und freuten uns darüber, dass wir so viel Neues kennenlernen und erfahren durften.

Text: Schüler der 9b
Fotos: N. Prebeck