Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

der letzte große Abschnitt im Schuljahr hat begonnen, und in unserer Schule stehen viele wichtige Termine an:

Von 07. bis 11. Mai findet die Einschreibung für unsere neuen Fünftklässler statt. Genauere Angaben dazu finden Sie auf unserer Homepage hier.

Vom 15. bis 17. Mai findet für die Schülerinnen und Schüler, die im Übertrittszeugnis der Grundschule nicht das Gesamturteil „für den Besuch eines Gymnasiums geeignet“ erhalten haben, der Probeunterricht statt.

Bis zum 11. Mai finden die schriftlichen Abiturprüfungen statt. Wir drücken unseren Schülerinnen und Schülern die Daumen, dass sich ihre Erwartungen in Sachen Abitur auch verwirklichen lassen.

Am 19. Mai beginnen dann die Pfingstferien. Der Unterricht nach Kurzstundenplan am 18.Mai endet um 11.20 Uhr. Der Bus nach München fährt um 11.45 Uhr.

Gleich nach den Pfingstferien beginnen die Kolloquiumsprüfungen für unsere Abiturientinnen und Abiturienten.


W. Brand                                                                                   C. Brandl
OStD, Schulleiter                                                                       OStRin, Internatsleiterin,
                                                                                                 stellv. Schulleiterin

 



Termine



07.05 - 11.05.2018          Einschreibung für die neuen 5. Klassen

                                             vom 07.05. - 09.05.2018 von 08.00 Uhr bis 16.00 Uhr

                                             am 11.05.2018 von 08.00 Uhr bis 11.00 Uhr



15.05 - 17.05.2018          Probeunterricht 



19.05. -03.06.2018          Pfingstferien

                                           Abreise am Freitag, 18.05.2018, Unterrichtsende um 11.20 Uhr

                                        Anreise am Sonntag, 03.06.2018, ab 17.00 Uhr

                                           



05.06. - 07.06.2018         Kolloquiumsprüfungen

         und                                 

11.06. - 13.06.2018       

                                           

Aus dem Schulleben

 

Zweckverband bayrische Landschulheime unter neuer Leitung

        

Zu Besuch an unserer Schule war die leitende Verwaltungsdirektorin Gudrun Pflanzl, die neue Geschäftsleiterin des Zweckverbandes bayrische Landschulheime. Die bisherige ständige Vertreterin der Geschäftsleitung und Rechtsreferentin folgt auf Herrn Stephan Schmidt, der nach über 32 Jahren beim Zweckverband in den Ruhestand getreten ist. „In den bald 15 Jahren meiner Tätigkeit habe ich den Verband und seine Internatsschulen bestens kennengelernt“, sagte Gudrun Pflanzl, die seit April im neuen Amt ist. Neu im Team der Direktion ist seit Kurzem auch RRin Anja Schmidthauer, die die Leitung des Rechtsreferats des Zweckverbandes übernimmt.

Zunächst dankte Gudrun Pflanzl unserer Schul- und Internatsleitung, dem Lehrerkollegium und Erzieherteam, der Wirtschaftsleitung, der Verwaltung, den Eltern und Freunden der Schule und nicht zuletzt auch den Schülerinnen und Schülern, die „die Mauern von Ising mit buntem jungem Leben füllen“. Sie wisse um Besonderheiten der Internatsschulen in Bayern sowie deren Aufgaben und Ziele. Gudrun Pflanzl hob hervor, dass unser öffentliches Gymnasium viel zu bieten habe und erwähnte neben der einmaligen geographischen Lage, der gesunden Verpflegung durch die Internatsküche vor allem die qualifizierte fachliche Studierzeitbetreuung und das Tagesheim. Damit guter Unterricht gelingen kann, sei „nach wie vor und in erster Linie der Lehrer als Pädagoge mit seinem Engagement und mit seiner Leistung am Wichtigsten und nicht allein die technische Ausstattung.“ In besonderem Maße spricht sich die neue Vorsitzende für die Digitalisierung im Bildungsbereich aus. Die technische Infrastruktur an unserer Schule soll deutlich überarbeitet werden. Damit unser Isinger Gymnasium „seinen wertvollen und berechtigten Platz in der pädagogischen Landschaft weiterhin behauptet“, wollen Geschäfts- und Internatsschulleitung gemeinsam planen und entscheiden. Die Isinger Schulfamilie freut sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit und wünscht der neuen Geschäftsleiterin alles Gute im neuen Amt.

(v.l.n.r) OsrRin Brandl, RRin Schmidthauer, ltd. VDin Pflanzl, OStD Brand

 

Von Ising in die Stratosphäre und zurück

Unsere Schüler lernen Naturwissenschaften mit einem Wetterballon

         Link zum Video: Stratosphärenflug
         Weg des Ballons: Doarama
         Bericht in Chiemgau 24: Bericht

Unsere Schüler haben ihr Projekt mit dem Wetterballon erfolgreich abgeschlossen. Diesen Stratosphärenballon hatten die Zehntklässler unter der Leitung ihres Physiklehrers Norbert Prebeck am Dienstagvormittag am Waldsportplatz unseres Gymnasiums aufsteigen lassen. Er erreichte eine Höhe von 30 000 Metern bis in die Stratosphäre, überflog Tabing, Knesing, Traunreut  und landete nach über zweieinhalb Stunden in Palling östlich von Traunreut wieder auf der Erde – im Wipfel einer Tanne in einem Wäldchen.

Für unsere Schüler sollte dieses Projekt die Naturwissenschaften stärken. In Geographie lernen die Elftklässler beispielsweise den Aufbau der Atmosphäre, in Physik beschäftigen sich die Zehntklässler mit den Gesetzen von Newton und den Planeten des Sonnensystems – am besten gleich mit einem spannenden Experiment.

Mit Feuereifer machten sich die Schüler und Lehrer an die Arbeit: Sie bestellten Kameras, schnitten ein Styropor-Kästchen zurecht, kümmerten sich um die gesetzlichen Vorgaben für den Aufstieg, errechneten die benötigte Menge an Helium, kauften Kabelbinder, Klebeband und Messgeräte – jeder von ihnen war für bestimmte Tätigkeiten und Materialien verantwortlich.

Trotzdem war die Nervosität groß, als die Schüler am Dienstag den Ballon mit Helium füllten, ihn mit Weckgummis, Kabelbinder und Tapes verschlossen und die Sonde mit den Messgeräten befestigten. Wird es gelingen? Werden die Akkus die enorme Kälte in der Stratosphäre überstehen? Werden die Messgeräte und Datenspeicher den Aufprall auf die Erde überstehen? Auf den Websites der Flugroutenvorhersage hatten Schüler und Lehrer die Tage zuvor immer wieder nachgesehen, wie weit und wohin der Ballon unter den jeweiligen Wetter- und Windbedingungen geflogen wäre: Nach Ried im Innkreis, nach Mühldorf, zum Mattsee in Österreich – je nach Windrichtung und –stärke. Und dann hob der Ballon ab unter dem Beifall aller Schüler – in Richtung Nordnordost und wurde immer kleiner und kleiner. Laut dieser Website sollte er später bei Mattighofen in Österreich landen.

Und jetzt beginnt das Abenteuer für die Jung-Forscher: Der Ballon muss gefunden und geborgen werden. Die GPS-Daten zeigen auf ein Waldgebiet bei Palling. Erst mal Enttäuschung: Nur ein Viertel der vorgesehenen Strecke! Was ist passiert? Zwei Teams fahren nun dorthin, suchen und finden den roten Fallschirm und die Mess-Sonde. Aber der rote Fallschirm und das Styropor-Kästchen mit den Mess-Instrumenten haben sich fast 40 Meter über dem Boden mit den Schnüren so in einer Tannenspitze verheddert, dass die Nachwuchsforscher erst mal ratlos sind: Mit einem Fußball runterschießen? Den Baum fällen? Die Lösung war dann der professionelle Baumkletterer Hans Staudinger, den Geographielehrer und passionierter Jäger Dominik Berzl schnell ausfindig gemacht hatte. Das Forscherteam sicherte die Speicherkarten und las folgende Daten aus: Der Ballon hatte bei minus 46° Celsius mit 30 107,9 Meter seine vorgesehene Höhe erreicht. Durch den geringen Druck dehnte sich dort die Hülle des Ballons so weit aus, dass sie wie vorgesehen geplatzt war. Die Sonde war dann am Fallschirm herabgeschwebt. Wegen des sehr schwachen Windes hatte der Ballon allerdings nur eine geringe Strecke am Boden zurückgelegt.

Aber es hat nicht alles so funktioniert, wie sich das das junge Forscherteam vorgestellt hatte: Zwar ist die Temperatur in der Mess-Sonde in der eisigen Stratosphäre dank der Wärmepads nie unter den Gefrierpunkt gesunken, andererseits waren die Messgeräte dann nach der Landung bei frühsommerlicher Außentemperatur in der Styroporbox über 60° Celsius heiß geworden, weshalb einer der beiden Datenlogger ausgefallen ist.

„Natürlich wissen wir schon vor dem Flug, dass es weiter oben in der Atmosphäre viel kälter ist“, sagt Physiklehrer Norbert Prebeck, „aber es ist eine andere Sache, das selbst zu überprüfen.“ Für ihn ist es wichtig zu erfahren, dass sich bei solch einem Projekt viele Lehrer und Schüler und auch andere Personen mit ihren jeweiligen Fähigkeiten einbringen können: Ohne Baumkletterer keine Bergung des Ballons, ohne Videogruppe und Drohnen-Pilot kein Film, ohne handwerklich begabte Schüler kein Bau der Sonde. „Es entsteht so ein Werk, das größer ist als die Summe seiner Teile.“    

Einige Zehntklässler produzierten nun einen Film, den man wie weitere Animationen des Fluges auf der Internetseite unserer Schule ansehen kann. „Wir haben gelernt, wie man große Projekte zusammen als Gruppe durchführt“, zieht die Zehntklässlerin Polina Terenteva ihr Fazit. „Und für den Teamgeist in unserer Klasse war das Projekt auch gut.“

 

Grundschüler schnuppern Isinger Luft

Großer Andrang beim Schnuppertag am Gymnasium Ising

 

Bei strahlendem Sonnenschein begrüßte die Isinger Schulfamilie am vergangenen Samstag viele Grundschüler, die aufgeregt wie am ersten Schultag zum ersten Mal ihre vielleicht neue - zumindest schulische - Heimat betraten. Die Tutoren standen bereits in den Startlöchern, um ihre Schützlinge zu verschiedenen Unterrichtsstunden zu führen. Verkappt als "Mozart" marschierten die Musikliebhaber beispielsweise in den gut ausgestatteten Musiksaal, die "Spidermen" tobten sich schon in der Turnhalle des Isinger Gymnasiums aus und die "Einstein"-Gruppe beschäftigte sich intensiv mit Physik und Chemie, also den wirklich neuen Fächern am Gymnasium. Chemielehrer Thomas Leicht ließ es bei der Chemieshow um den Zauberlehrling Parry Hotter ordentlich krachen und qualmen - die Vorfreude auf dieses Fach war den Grundschülern ins Gesicht geschrieben. Und auch Mathematik- und Physiklehrer Peter Himstedt motivierte die zukünftigen Naturwissenschaftler mit dem Programmieren von Robotern.

Damit auch die Eltern einen Einblick in Schule und Internat erhalten, hielten sich diverse Fachlehrer und auch Internatsleiter Isings für exklusive Führungen bereit. Einen Umblick erhaschten die Schülereltern auf dem Turm, dem Markenzeichen Isings, von dem aus man ein atemberaubenden Blick auf Alpen und Chiemsee hat. Letzterer dient der Schule außerdem als "zweiter Sportplatz", denn hier sind die Neigungsgruppen Segeln, Rudern und Surfen im Sommer zu Hause. Wer das Schulgebäude erkundet hat, darunter auch die dem Gut Ising angehörenden Reitställe, wo das Wahlfach Reiten stattfindet, konnte sich entspannt in der Aula zu Gesprächen mit Schulleiter Wolfgang Brand niederlassen. Der engagierte Elternbeirat hatte wie immer dafür gesorgt, dass keine kulinarischen Träume offen blieben.

Der Schnuppertag ist für die "alten" Isinger Schüler dagegen ein fast normaler Schultag. Alle Klassen beschäftigten sich mit individuellen Projekten zum Thema "Europa und EU". Da bauten die einen Brettspiele zur europäischen Politik für den Sozialkundeunterricht, die anderen überwanden auf der Karte ungeahnte Distanzen innerhalb des europäischen Kontinents. Die Schülerzeitung "rISING sun" erstellte ein zwölfseitiges Extrablatt mit Statements der Neu-Isinger zum Schnuppertag, aber eben auch mit Artikeln zum vor wenigen Tagen gestarteten Stratosphärenballon oder mit einem Exklusiv-Interview mit dem Astronauten Thomas Reiter. Passend zum Wetter verteilten die Jungredakteure freudestrahlend ihr Werk und entließen die besonderen Gäste an diesem Tag ins Wochenende.

 

 

„Im Ernstfall muss alles ganz automatisch laufen, ich habe keine Zeit zum Nachdenken.“

Isings Schulsanitäter üben in ihrer Ausbildung, wie man im Ernstfall handelt

 

„Jetzt üben wir nochmal das Anlegen eines Druckverbandes, wer möchte anfangen?“, fragt Roland Schnell von den Maltesern aus Traunstein in einem Isinger Klassenzimmer.

Fünf Hände schnellen nach oben, dann streift der Siebtklässler Cederic Temmar auf Zuruf des Ausbilder Roland Schnell ein Paar Einmalhandschuhe über und reißt die Verbandpackung auf. Nun legt er seinem Mitschüler am Arm einen Druckverband an. Dreizehn Schülerinnen und Schüler erhalten an diesem Tag von Schnell eine Urkunde. In nur neun Unterrichtsstunden lernen die Schüler alles über die medizinische Erstversorgung (Herz-Druck-Massage und die Mund-zu-Mund-Beatmung). Die Schulersthelfer sind nun für den Ernstfall bereit und freuen sich, denn die Ausbildung ist für sie kostenlos und eine wichtige Voraussetzung für den Führerschein.   

 

Mit dem Wettergott im Bunde

Die italienischen Austauschschüler in Ising

Azzurro – die Farbe steht für die Farbe des Meeres und den blauen Himmel in Italien. Diesen haben die italienischen Gastschüler aus der Kleinstadt Jesi  in der Region Marken auch heuer wieder mit in den Chiemgau gebracht.

Der Schüleraustausch des Gymnasiums LSH Ising mit dem Gymnasium Leonardo da Vinci findet in diesem Jahr zum dritten Mal statt. Unter der Leitung der Lehrkräfte Giacomo Cristofanelli  aus Jesi und Johannes Zenger aus Ising fanden 15 italienische und deutsche Jugendliche einen Partner, um Kenntnisse und Erfahrungen über Sprache und Kultur des jeweils anderen Ziellandes zu erweitern.

Die Schüler der zehnten und elften Jahrgangsstufe lernen Italienisch als spätbeginnende Fremdsprache. Obwohl einige Teilnehmer dementsprechend erst seit einem guten halben Jahr am Italienischunterricht teilnehmen, klappte der Austausch mit den Gästen reibungslos – auch wenn dafür ab und an das Englische als Ausweg herangezogen werden musste.

Wieder einmal hatte das Projekt Glück mit dem Wetter. Bei schweißtreibenden Temperaturen wurde in München Weißwurst gefrühstückt, der Salzburger Burgberg zumindest von unten bewundert und nach einer erfrischend windigen Bootsfahrt auch Herrenchiemsee besucht. Bei der abschließenden serata bavarese – italiana kochten und verspeisten die Schüler unter Anleitung von Kochtalent André Saraboso  gemeinsam Risotto, Schweinebraten und Bayrisch Creme.

Schon in der ersten Maiwoche findet dann der Gegenbesuch der Isinger Delegation in den Marken statt. Dort werden die bayerischen Schüler die beeindruckenden Tropfsteinhöhlen von Frasassi besuchen und beim Mittelalterfest „San Floriano“ Einblick in die Geschichte der Region erhalten. Auch der bezaubernde Küstenabschnitt im Naturpark Conero steht bei passendem Wetter auf dem Zeitplan. Am wichtigsten freilich ist aber die Zeit in den Gastfamilien, die sich in den letzten Jahren immer voller Hingabe um ihre Gäste gekümmert haben. So werden sich sicher auch dieses Jahr wieder einige dauerhafte Freundschaften entwickeln.

 

 

 

Schottischer Teddybär am Landschulheim

Ising startet bäriges Austauschprogramm mit einer schottischen Partnerschule

Während Anfang Mai 15 Oberstufenschüler des Gymnasium LSH Ising auf dem Weg sind, ihre Austauschpartner im italienischen Jesi zu besuchen, bereiten sich die Fünftklässler gerade auf einen ganz besonderen Austausch im Rahmen des Englischunterrichts vor.

Neben den Isinger Schülern wird dann Ben den Unterricht besuchen. Er wurde in London geboren und lebt aktuell im schottischen Elderslie in der Nähe von Glasgow. Dort besucht er die Wallace Primary School. Das Besondere an Ben: Er ist ein Teddybär. Er kommt nach Bayern, um den schönen Chiemgau kennenzulernen und mit den Schülern gemeinsame Abenteuer zu erleben. Er wird  für zweieinhalb Wochen zu Gast bei den Fünft- und Sechstklässlern sein. Zusammen mit den Englischlehrern Felix Grosse und Johannes Zenger werden die Schüler beispielsweise Bens Online-Tagebuch führen, um seinen schottischen Mitschülern von seinen Erfahrungen im Chiemgau zu berichten. Gleichzeitig besucht dann der deutsche Austausch-Bär Alex die schottische Partnerschule. Alex ist aus Berlin und lebt normalerweise im Internat hier am Chiemsee.

Die Regierungen Deutschlands und des Vereinigten Königreichs initiieren zusammen mit dem British Council und dem Pädagogischen Austauschdienst dieses bilaterale Projekt im Rahmen der sog. UK-German-Connection, um Kontakte zwischen Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen sowie gegenseitiges Verständnis zu wecken. Ganz nebenbei wird so der Spaß an der Fremdsprache gesteigert und Wissen über das englischsprachige Ausland angesammelt.