Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

am Freitag, 7. Juni, starten wir um 11:20 Uhr in die wohlverdienten Pfingstferien.

Danach steht die letzte Runde der großen und kleinen schriftlichen Leistungsnachweise an. Sollten Sie, liebe Eltern, aufgrund der bisher erzielten Noten Ihres Kindes Fragen zur Schullaufbahn haben, wenden Sie sich bitte an unseren Beratungslehrer StD Linner. Für eine Terminvereinbarung senden Sie am besten eine E-Mail an beratung-linner@gmx-topmail.de mit Ihren Kontaktdaten. Herr Linner meldet sich dann bei Ihnen.

Bei Fragen zu den einzelnen Fächern wenden Sie sich bitte an die Fachlehrer Ihres Kindes. Frau Lermer, unsere Internatsleiterin, erreichen Sie unter internatsleitung@lshi.de.

Die Abiturprüfungen sind fast abgeschlossen. Unsere Abiturientinnen und Abiturienten legen noch die letzten Kolloquiumsprüfungen und eventuelle mündliche Prüfungen ab, dann ist alles geschafft. Die feierliche Entlassung der Abiturientinnen und Abiturienten findet am Freitag, 28.06.2019, in unserer Schule statt. Aus diesem Grund endet an diesem Tag der Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler um 10.15 Uhr.
Am Freitag, 28. Juni, unterstützen wir mit der Teilnahme am Spendenlauf „Wir für uns“ ein Projekt der Grund- und Mittelschule Chieming. Die Schüler, die sich für den Lauf angemeldet haben, werden in Ising abgeholt und fahren mit dem Bus nach Chieming. Dort erwartet sie neben dem Spendenlauf ein buntes Programm. Rückfahrt von Chieming ist um 12:30 Uhr, sodass alle Schülerinnen und Schüler pünktlich ab Ising mit dem regulären Schulbus den Heimweg antreten können. Sie erhalten jedoch noch in einem gesonderten Informationsschreiben Details zum organisatorischen Ablauf der Veranstaltung.

Am Montag, 24. bis Freitag 28. Juni sind unsere Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe auf Studienfahrt in Berlin.

 

Worauf wir noch einmal hinweisen möchten:

Anträge auf Beurlaubung bzw. Unterrichtsbefreiung

Anträge diesbezüglich können nur aus wichtigen Gründen (Urlaubsreisen fallen nicht darunter) und nur von Erziehungsberechtigten gestellt werden. Entsprechende Schreiben von Sportvereinen, Kirchen oder auch Verwandten (z.B. Großeltern) reichen alleine nicht aus, können aber als Anlagen eingereicht werden. Bitte denken Sie daran, den Antrag rechtzeitig zu stellen, damit die Schule auch reagieren kann und nicht letztlich vor vollendete Tatsachen gestellt wird.

Ich weise darauf hin, dass die Entscheidungsbefugnis bei der Schulleitung liegt. Ein Antrag auf Befreiung gilt als genehmigt, wenn Sie von uns eine entsprechende Mitteilung erhalten. Der Klassenleiter wird von uns informiert. Für Anträge auf Schulbefreiung wegen eines Arztbesuchs gilt das gleiche Verfahren.

Was sich in der kommenden Zeit sonst noch so an unserer Schule tut bzw. welche Termine für Sie, liebe Eltern, wichtig sind, entnehmen Sie bitte dem aktuellen Terminplan. 

Mit freundlichen Grüßen


W. Brand                                                                                   C. Brandl
OStD, Schulleiter                                                                       OStRin, 
                                                                                                 stellv. Schulleiterin

 



Termine


27.05. - 31.05. 2019        2. Prüfungswoche Kolloquium

 


 31.05.2019                     Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse des Abiturs                                                                                                                 


03.06. - 07.06.2019        Woche der mündlichen Zusatzprüfungen  
 

                                        


06.06.2019                      Was is(s)t der Mensch?
                                       
Podiumsdiskussion in der Aula des Gymnasiums LSH Ising
                                       
am Donnerstag, 6. Juni 2019, um 19.00 Uhr

                                        mit Maria Noichl (Europa-Abgeordnete, SPD), Gisela Sengl (MdL, Grüne) und Franz Kiermaier (Landwirt)




08.06. bis 23.06.2019        Pfingstferien
                                                   
Abreise am Freitag, 07.06.2019, Unterrichtsende um 11.20 Uhr
                                                    Anreise am Sonntag, 23.06.2019  ab 17.00 Uhr



24.06. - 28.06.2019           Studienfahrt der 10. Klassen nach Berlin
                                                                             


28.06.2019                        Entlassung der Abiturienten

 

 

 

Aus dem Schulleben

„Die Erwachsenen sehen, wie die nächste Generation wählt“ 

Unsere Gymnasiasten nahmen an der Juniorwahl für Europa teil – Ergebnisse am Samstag Abend Schüler an der Wahlurne: 

Unsere Schüler haben im Laufe der Woche ihre Stimme für die Europa-Wahl abgegeben. Verplombte Urne, Wahlkabinen mit Bleistiften, Wahlhelfer mit Wahlvorstand und die originalen Stimmzettel - bei der so genannten Juniorwahl konnten Jugendliche von Schulen, die an diesem Projekt des europäischen Parlaments teilnahmen, die Europawahl als eine echte Wahl mit allen dazugehörigen Accessoires durchführen. 

„Man lernt dabei, wie das funktioniert, und ist dann später bei der ersten echten Wahl vorbereitet“, sagt Leonie Kämpfer aus der elften Klasse. Etwa 160 Schüler unseres Gymnasiums gingen bei der Juniorwahl an die Wahlurne. „Die Klassenstufen sechs und neun haben wir bei unserem Europa-Tag informiert“, berichtet die betreuende Lehrkraft Viktoria Dießner, „und die Zehnt- und Elftklässler wurden im Rahmen des Sozialkunde-Unterrichts für die Wahl fit gemacht.“ 

Unsere Schule war im vergangenem September zur Europa-Botschafterschule des europäischen Parlaments zertifiziert worden. In einem Festakt hatte die EU-Abgeordnete Maria Noichl die dazugehörige Plakette an die Wand der Schulaula befestigt. Schüler, die sich als Junior-Botschafter am Isinger Gymnasium für Europa engagieren, hatten vor der Wahl eine Infotafel ausgearbeitet, auf der die jeweiligen Ziele der sechs größten Parteien zu den Themen Bildung und Umwelt aufgelistet waren. Die Wahlhelfer, die Wählerverzeichnisse angelegt haben und später die Stimmen auszählten, übernehmen aktiv Verantwortung und sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Wahl. „Die Erwachsenen sehen dann, wie die nächste Generation wählen wird“, sagt die Elftklässlerin Sophia Maier. Denn das Gesamtergebnis der Juniorwahl wird am Wahlsonntag, den 26. Mai 2019 um 18:00 Uhr veröffentlicht, deutschlandweit unter www.juniorwahl.de, wobei bundesweit über 2700 Schulen mit über 650 000 Schülern am Projekt beteiligt sind. Wie die Schüler des Isinger Gymnasiums gewählt haben, kann man auf der Schul-Homepage in der Woche nach der Europawahl sehen. „Ich habe mich vorher gar nicht mit Europa beschäftigt“, sagte die Wahlhelferin und Juniorbotschafterin Pauline Schauer, „aber jetzt weiß ich viel mehr darüber.“ 

Text & Fotos: Walter Heil 

 

„Inwiefern betrifft die NS-Zeit auch meine Generation?“ 

Isinger Elftklässler besuchen das NS-Dokumentationszentrum in München 

Jedes Land ist von seiner eigenen Geschichte geprägt. Jedes Ereignis, das die gesamte Bevölkerung betrifft sowie dessen Folgen hinterlässt Spuren in der Historie der Entwicklung. Egal, ob gute oder schlechte – beide sind auf ihre Weise lehrreich. Darum ist es wichtig, die Vergangenheit zu dokumentieren und an sie zu erinnern, um aus ihr zu lernen. 

Ein Ort, an dem die Erinnerungskultur Deutschlands besonders bewahrt wird, ist das NS-Dokumentationszentrum im Gründungsort der NSDAP, in München. Es befindet sich auf dem Gelände des "Braunen Hauses", der einstigen Zentrale der Partei. Symbolisch für den Aufstieg der NSDAP und ihren totalitären Machtanspruch erinnert dieser Ort an die Verbrechen der NS-Diktatur und setzt sich mit den Ursachen, Ausprägungen und Auswirkungen auf die Gegenwart auseinander. Hier können Groß und Klein die Geschichte jener Zeit erkennen, verstehen und lernen. In dem jeweiligen Publikum angepassten Führungen wird über das Vorgehen in diesem Terrorsystem, die Reaktionen der Bevölkerung sowie über den schwierigen Umgang mit dieser Vergangenheit seit 1945 informiert und diskutiert. 

Die Schüler der 11. Klassen unserer Schule konnten am 30. April an diesem Bildungs- und Lernort parallel zum Unterricht ihr Wissen über die nationale Vorgeschichte vertiefen. In 3 Gruppen behandelten sie mit jeweils einem Guide die Themen Aufstieg und Machtergreifung, NS-Herrschaft und ihren Zusammenbruch und wie damals mit den Geschehnissen innerhalb der Bevölkerung umgegangen wurde. 

Wie kam es zu diesem rechtsextremen Regime? Wie reagierten die Menschen auf die Machtübernahme der Nationalsozialisten und deren Prinzipien? Und was hat das Ganze mit mir heute zu tun? Diesen Fragen stellten sich die Schülerinnen und Schüler und suchten Antworten in getrennten Rundgängen durch die Ausstellung. Durch näheres Befassen mit den Anfängen von Hitlers Karriere, der Gründung der NSDAP und deren Ideologie lässt sich die Entwicklung der NS-Bewegung von einer Randerscheinung hin zur führenden Massenpartei besser verstehen. Bilder, Textausschnitte und Videos schildern die Zerstörung der Demokratie und die gewaltsame willkürlich regierende Diktatur. Aber auch die beiden Seiten der "Volksgemeinschaft" werden beleuchtet: Die Ausgrenzung und Verfolgung politischer Gegner und Menschen, die nicht dem "Rassenideal" entsprachen steht dem Abwenden, Wegschauen beziehungsweise dem Mitmachen anderer gegenüber. Öffentliche Demütigung versus Mitläufertum oder völliger Ignoranz. Zugleich liegt ein Schwerpunkt auf dem Widerstand, der damals sowohl von einzelnen Personen mit unterschiedlicher gesellschaftlicher und politischer Stellung als auch von ganzen Gruppen, wie zum Beispiel der „Weißen Rose“ geleistet wurde. Der Antisemitismus und die Menschenfeindlichkeit wurden damals unterstützt wie auch bekämpft. Die Stimme der Gegner war allerdings nicht laut genug, dem Terror ein Ende zu setzen, weshalb Deutschland nun eine Verbindung zu einem der menschenunwürdigsten Ereignisse in der Geschichte hat. Eine Verbindung, die auch heute noch zu vielen Vorurteilen führt. Die Frage, was man heute selber mit den Geschehnissen von vor 70 Jahren zu tun hat, ist nicht so einfach zu beantworten. Fremdschämen aber auch Stolz über die Nation, die wir geworden sind, finden ihren Platz. Wichtig ist, das darüber geredet wird und dass das Wort Erinnerungskultur in diesem Zusammenhang in den Köpfen der Menschen bleibt, um aus damaligem Fehlverhalten anderer zu lernen und eine derartige politische und soziale Entwicklung auch in Zukunft weiterhin zu vermeiden. 

Dies haben unsere Gymnasiasten an diesem Tag gemerkt und legen jedem nahe, sich mit der eigenen nationalen Vergangenheit auseinanderzusetzen und solche Erinnerungsorte, wie das Münchner NS-Dokumentationszentrum zu besuchen. Geht man mit wachem Auge durch diese Ausstellung stellt man vielleicht Parallelen zu.

Text: Maya Behrend,11a

 

 

Eindrücke vom Ausflug der 6. Klassen ins Bedaium Seebruck

 

Podiumsdiskussion in Ising mit Europa-Abgeordneter Maria Noichl 

Was is(s)t der Mensch? Zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion lädt das Landschulheim Schloss Ising am Donnerstag, den 6. Juni ein. Ab 19.00 Uhr diskutieren in der Aula des Isinger Gymnasiums die SPD-Europa-Abgeordnete Maria Noichl aus Rosenheim, Gisela Sengl, Landtagsabgeordnete und Agrarpolitische Sprecherin Bündnis 90/die Grünen, Angelika Weber, Vorsitzende des Elternbeirats am LSH Schloss Ising, und Franz Kirchmaier, konventioneller Landwirt aus Schützing bei Chieming zum „Thema „Was is(s)t der Mensch?“. Diskussionsthemen werden unter anderem die politische Lage des Tierschutzes im Zusammenhang mit europäischen Tiertransporten sein, sowie die Notwendigkeit eines Bio-Siegels. Der Evangelisch-Kurs der Isinger Elftklässler, der zusammen mit ihrem Religionslehrer Walter Rößler diese Podiumsdiskussion vorbereitet hat, will sich thematisch auf Rindfleisch beschränken. Im zweiten Teil der Runde können die Zuschauer auch Fragen direkt an die Podiumsgäste stellen. Als Abschluss der Veranstaltung öffnet die Schule die festen Reihen der Sitzordnung zum Stehempfang und will so bei anregender Bewirtung Gespräche im kleinen Rahmen ermöglichen.

Text & Foto: Heil