Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

die ersten Monate des aktuellen Schuljahres sind verstrichen und die Schüler haben bereits Jahrgangsstufentests und Leistungsnachweise gemeistert. Eine Übersicht über den aktuellen Leistungsstand Ihres Kindes erhalten Sie demnächst durch die Mitteilung aus Schule und Internat (1. MSI). An dieser Stelle weisen wir auf den 1. Lehrersprechtag am 12. und 13.12.2019 hin, zu dem wir Sie noch in einem eigenen Schreiben mit Informationen zu Ablauf und Anmeldeverfahren einladen werden. 

Im Monat Oktober wurde in Ising Einiges geboten. Unsere Schüler haben sich in verschiedenen Projekten im Rahmen der Woche der Nachhaltigkeit engagiert. Die Klassen 10 - 12 nahmen an einer Sprechstunde zur Berufs-  und Studienwahl teil. Für Ende November ist eine Fahrt zum Zündfunk Netzwerkkongress geplant, die Robotiktage der Clusterschulen stehen an sowie ein Marionettentheater für die 12. Klassen ("Urfaust") und 5./ 6. Klassen ("Von einem, der auszog, das Gruseln zu lernen")

Im Rahmen einer Berufsinformationsveranstaltung des Arbeitsamtes Traunstein in der Aula hatten unsere Oberstufenschüler die Möglichkeit, sich ausgiebig über Ausbildungsberufe und/ oder Studium sowie die jeweiligen Rahmenbedingungen wie Zulassungsbeschränkungen und Finanzierung zu informieren.  

Einen Auszug aus den von uns Isingern unternommenen Aktivitäten finden Sie im Folgenden.   


C. Brandl
OStRin, Schulleiterin
                                                                                                 

 



Termine

                                           


06.11.2019                        Sprechstunde Berufsorientierung                        

                                                                                          


08./ 09.11.2019                Fahrt zum Zündfunk Netzwerkkongress München                                         

 


13./ 14.11.2019                Robotiktage der Clusterschulen
                                                                         


14.11.2019                        Marionettentheater für die Klassen 12  bzw. 5  und 6  in der Alten Turnhalle

                                


28.11.2019                         Weihnachtsbasar 

                     


                                                                                                  

 

 

                                                    

Aus dem Schulleben

Grüner Lifestyle in Ising 

Isinger Gymnasiasten sind kreativ bei der Projekt-Woche der Nachhaltigkeit 

 

„Da, schau! So viel Wasser braucht man, um eine einzige Jeans herzustellen“, schimpft Dietke Holzer. Die Siebtklässlerin stört in einem Sketch in der Isinger Aula die Einkaufsstimmung eines Shopping-Paares. Sie läuft in Gummistiefeln über die Bühne, um vor dem steigenden Meeresspiegel zu warnen, nervt mit einem Plakat gegen das Insektensterben und schnauft durch eine Atemmaske wegen der Chemikalien bei der Kleidungsproduktion. Aber: Geht Shoppen überhaupt anders? Wie passen unser Konsumverhalten und Nachhaltigkeit zusammen? Wie kann man umweltschonend leben, verantwortungsvoll produzieren und die Erde für die Enkel bewahren? Zum Thema Shoppen zeigen die Isinger Schüler ihre Lösung: eine Modenschau mit anschließendem Secondhand-Kleiderbasar. „Nein, das kaufe ich selber“, beharrt Siebtklässlerin Colleen Landmann, die wie viele Models erst über den Laufsteg stolziert war und sich anschließend gar nicht mehr von ihren Stücken trennen mochte. Wiederverwerten als Nachhaltigkeit. Und das war das Thema der Projektwoche am Isinger Gymnasium. Warum alles einfach nur wegwerfen? Müll kann man doch auch wiederverwerten, dachten sich die Sechstklässler. Sie schnappten sich Müll – gewaschen und gesäubert, nachdem die Neuntklässler diesen auf dem Weg vom Schulhaus bis zum Chiemsee und wieder zurück gesammelt hatten – und bastelten daraus voller Hingabe bunte Figuren. Das Rohmaterial war zuhauf vorhanden, denn Müll hatten die Schüler wieder mal viel zu viel auflesen müssen. „Am schlimmsten ist, wenn direkt im Wasser dieser Dreck rumschwimmt“, schimpfen sie grantig. „Besonders für die Fischerei ist das auch schlecht“, fügen Zehntklässler hinzu. Sie waren bei Florian und Miriam Kirchmeier in der Seebrucker Fischerei zu Gast gewesen, wo sie über das nachhaltige Fischen im Chiemsee umfassend aufgeklärt wurden, und zeigten sich empört angesichts des laxen Umgangs mit Müll. Da ist das Upcycling der Sechstklässler immerhin eine hübsche Idee, um darauf aufmerksam zu machen. Plastikmüll vermeiden – das ist eine noch bessere Idee. So entschieden sich die Schüler im Religionsunterricht dazu, Jutebeutel aufzupimpen. Das Isinger Schullogo fand so seinen Weg auf wiederverwertbare Taschen. Mit denen kann man dann sogar zum Shoppen gehen. Nachhaltig natürlich. 

Text: C. Linner, W. Heil 

Fotos: W. Heil, J. Kneisel

 

Weitere Eindrücke von Aktivitäten rund um die Woche der Nachhaltigkeit

In der Projektwoche der Nachhaltigkeit stört Dietke Holzer in einem Sketch mit ihrem Protestplakat die Shoppingtour von Remo Ritter und Jessika Trepl. Als Folge davon gibt es eine Secondhand-Modenshow
„Schau mal, was ich Tolles gefunden habe!“ Marie Maiborn, Emma Waltermann und Colleen Landmann probieren beim Secondhand-Kleidermarkt bei der Isinger Woche der Nachhaltigkeit ihre Schnäppchen
Finn Maier, Jakob Wagnerberger, Helena Leibach und Ricarda Dresen bügeln das Ising-Logo auf die Jutetaschen
Die Klasse 10ac hat regional und biologisch eingekauft.
Zusammen mit den Lehrerinnen Johanna Kobsa und Yamile Zambra Cortes wurde ein nachhaltiges Frühstück zubereitet.
Die Klasse 9b hat am Chiemseeufer fleißig Abfälle gesammelt und anschließend entsorgt.

 

LSH Ising auf der EU Botschafterkonferenz in Erlangen 

Zum zweiten Mal nahmen die Juniorbotschafter begleitet von der Seniorbotschafterin Katja Rein an der EU Botschafterkonferenz teil. In diesem Jahr lud das Institut für Fremdsprachen und Auslandskunden in Erlangen alle Teilnehmer aus der Region Südwest am Mittwoch, den 23.Oktober 2019, zu sich ein. Nach der netten Begrüßung des Leiters des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in München, Herrn Tobias Winkler, der uns Botschafter als „Exzellenzen“ ansprach, wir also Botschafter im diplomatischen Verkehr seien, stellten alle Teilnehmerschulen sich ihre Projekte im „Europa-Cafe“ gegenseitig vor. Wir hatten unseren „Europakoffer“, den wir unter anderem auch für Vertretungsstunden zusammengestellt haben, dort vor. Liz Pender, die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Europäischen Parlament, war so sehr davon angetan, dass sie mit unseren Juniorbotschafterinnen Laura und Lara Berger, Christina Auer und Pauline Schauer spontan eine Instagram-Story erstellte. Aber auch einige andere Schule zeigten großes Interesse und schauten sich die Materialien genau an. Wir nutzten ebenfalls die Gelegenheit, um uns bei den anderen Botschafterschulen zu informieren und auch Ideen für zukünftige Projekte am LSH zu sammeln. Nach dieser Vorstellung trennte sich das Programm. Wir Seniorbotschafter hatten nun Gelegenheit über „Best practice“ Beispiele und Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Projekten, die mangelnde Zeit für die Arbeit an den einzelnen Schulen oder Nachwuchsschwierigkeiten bei JuBos zu berichten, aber konnten auch Wünsche abgeben, welche Unterstützung wir von Seiten des Europäischen Parlaments benötigen. Die Juniorbotschafter machten in dieser Zeit mit einem QR-Code-Schatzsuche Spiel in gemischten Teams Bekanntschaft, bevor sie dann später verschiedene Methoden im Bereich der EU vorgestellt bekamen und selbst aktiv werden mussten. Wir Seniorbotschafter beschäftigten uns am Nachmittag in einem Workshop mit dem EPAS-Handbuch, wobei es den Herausgebern von „polyspektiv“ wichtig war, wie praktikabel lassen sich diese Module im Unterricht einsetzen, gibt es Sachen, die sich evtl. nicht umsetzen lassen und wie können wir diese Materialien verbessern. Sowohl Liz Pender und als auch Leonie Augustin (polyspektiv) waren sehr dankbar für diese Reflexion und nahmen die Anregungen gerne an. Ein langer, aber sehr informativer, kreativer und anregender Tag ging zu enden und wir werden unsere Inspirationen, Visionen und Geistesblitze in neuen EU-Projekten am LSH Ising umsetzen. 

Text und Fotos: K. Rein

 

Action Painting in der Lebenshilfe Altenmarkt mit P-Seminar aus Ising 

 

Schülerinnen unserer Schule gestalteten zusammen mit Betreuten der Lebenshilfe Altenmarkt ein Kunstprojekt – Action Painting. Gemeinsam rollten sie bei aufheiternder Musik mit in Farbe getunkte Gymnastikbälle über die Leinwände, tupften mit Schwämmen darauf oder spritzten einfach nur wild mit Farbe herum. Nach einer Stunde lustigen Miteinanders gingen die Betreuten wieder zurück in ihre Gruppen, in denen sie später noch von den Zwölftklässlerinnen mit kleinen Aufmerksamkeiten überrascht wurden. Es entstanden zwei wunderschöne farbenfrohe Bilder, von denen eines dem Isinger Gymnasium als Geschenk überreicht wurde. Das zweite Bild erwarb der Trostberger Arzt Rainer Heim und es schmückt nun das Wartezimmer seiner Praxis. Jeden Dienstag findet in der Lebenshilfe Altenmarkt der so genannte Kulturkreis unter der Leitung von Alexandra Komianos statt. Die Aktivitäten variieren jedes Mal zwischen gemeinsamem Musizieren, Tanzen, Malen, Basteln und Literaturangeboten, an denen die Betreuten aktiv teilnehmen können. Der Kulturkreis wird mit sehr viel Mühe, Liebe und vor allem Herzblut gestaltet und ist für jeden Teilnehmer immer eine große Freude. Diesen besonderen Nachmittag hatten die Isinger Zwölftklässlerinnen zusammen mit Alexandra Komianos übernommen. Im Rahmen des P-Seminars „Soziales Arbeiten“ hatten die Schülerinnen gemeinsam mit ihrer Lehrerin Katrin Langbauer die Lebenshilfe besucht und innerhalb eines halben Jahres ein Action Painting-Projekt erarbeitet. Es war für alle Teilnehmer ein sehr gelungener Nachmittag, nach dem jeder mit einem Lächeln auf den Lippen nach Hause ging. Vor allem für die Schülerinnen war dieses Projekt in Kooperation mit der Lebenshilfe Altenmarkt eine bereichernde Erfahrung. 

Text: W. Heil 

Foto: K. Langbauer 

Schülerinnen unseres Gymnasiums zusammen mit ihrer Lehrerin Katrin Langbauer sowie Mitarbeitern und Betreuten der Lebenshilfe Trostberg