Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

 

Sie haben am 30. November die ersten Mitteilungen aus Schule und Internat (MSI) erhalten. Diese enthalten alle bis Ende November schriftlich und mündlich erzielten Leistungen der Schülerinnen und Schüler und Informationen zu Mitarbeit bzw. Verhalten. Diese Mitteilungen sollen für Sie und die Schüler eine erste Orientierung in diesem Schuljahr und eine fundierte Grundlage für Ihre Gespräche beim Lehrersprechtag sein.

Der 1. allgemeine Lehrersprechtag findet am Donnerstag, 13.12.2018, von 17.00-19.30 Uhr statt.

Am Freitag, 14.12.2018, bieten wir einen weiteren Sprechtag an, und zwar von 12.05-13.30 Uhr. An diesem Tag endet der Unterricht um 12.05 Uhr.

In Absprache mit dem Elternbeirat erfolgt die Anmeldung über Ihr Kind bei der betreffenden Lehrkraft. Das Formblatt für diese Anmeldung haben Sie schon über ESIS und das Elternportal erhalten. Das Anmeldeformblatt können Sie auch unter www.lshi.de -> infonet -> downloads -> Formulare herunterladen oder im Sekretariat von Ihrem Kind abholen lassen. Sie kreuzen den entsprechenden Tag an und tragen die Namen der Lehrkräfte ein, die Sie sprechen möchten. Ihr Kind holt sich mit diesem Anmeldeblatt bei den Lehrern einen Termin und gibt Ihnen die Liste dann wieder zurück. Ein Übersichtsplan, dem Sie entnehmen können, welcher Lehrer in welchem Raum zu sprechen ist, wird an den Sprechtagen ausgehängt. Bitte beachten Sie, dass die Anmeldung zum nächsten Lehrersprechtag am 02. und 03. Mai 2019 über das Elternportal abgewickelt wird. Daher bitten wir Sie, falls noch nicht geschehen, sich beim Elternportal zu registrieren. 

 

Am Mittwoch, den 28.11.2018 fand unser alljährlicher Adventsmarkt statt. Die SMV hat ihn wie jedes Jahr hervorragend organisiert, in den Klassen wurde unter Anleitung der Tutoren und Klassleiter fleißig gearbeitet und gebastelt. Und so konnten Sie auch heuer wieder in der festlich geschmückten Aula aus einem reichen Angebot von Geschenken wählen und sich musikalisch durch Chor und Orchester auf den Advent einstimmen lassen. 


Herzlichen Dank an alle Organisatoren, „Bastler“ und Helfer, die betreuenden Kolleginnen und Kollegen und an Sie, liebe Eltern, dass Sie so zahlreich gekommen sind, eingekauft haben und mit uns den Beginn der Adventszeit gefeiert haben. Ein Teil des Gewinns ging an die Spendenaktion "Nothilfe Südsudan" der UNICEF, die die Schülersprecher im Rahmen des Weihnachtsbasars der Schulfamilie vorgestellt hatten.

 

Die Weihnachtsferien beginnen heuer einen Tag vor dem offiziellen Termin für Bayern, nämlich am 21.12.2018. Am Donnerstag,  20.12.2018, endet der Unterricht für alle Klassen um 11.20 Uhr.

Was sich in der kommenden Zeit sonst noch so an unserer Schule tut bzw. welche Termine für Sie, liebe Eltern, wichtig sind, entnehmen Sie bitte dem aktuellen Terminplan.

Nun wünschen wir Ihnen und euch auch im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule und des Internats eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes und glückliches neues Jahr.




W. Brand                                                                                   C. Brandl
OStD, Schulleiter                                                                       OStRin, Internatsleiterin,
                                                                                                 stellv. Schulleiterin

 



Termine

                                           


21.11.2018                        unterrichtsfrei (Buß - und Bettag), päd. Tag für Lehrkräfte

                                                    

                                            


28.11.2018                        Isinger Weihnachtsmarkt (17 - 19.30 Uhr)
                                          in der Aula unseres Gymnasiums  

                                          Ab 19.30 Uhr Infoveranstaltung zur Qualifikationsphase für die aktuellen 10. Klassen

                                                    


30.11. bis 02.10.2018       2. Heimfahrtswochenende
                                               Das Internat ist an diesem Wochenende geschlossen.
                                               Abreise am Freitag, 30.11.2018, Unterrichtsende um 12.50 Uhr
                                               Anreise am Sonntag, 02.12.2018 ab 17.00 Uhr

                                          


 29.11. bis 02.12.2018      Studienfahrt der internen Schüler nach Straßburg 


                                          


30.11.2018                       1. MSI (Mitteilung aus Schule und Internat)
                                         

                                         


03. bis 07.12.2018            Skilager der 6. und 7. Klassen in Wagrain

                                               

                                           


11.12.2018                        Vorlesewettbewerb der 6. Klassen, Ermittlung des Schulsiegers

                                                    

                                            


13.12. und 14.12.2018      Lehrersprechabende                        


                                     


06.01.2019                        Anreise im Internat ab 17 Uhr


                                          


17.01.2019                        Cluster-Schulveranstaltung: Junior Science Slam 
                                         

                       


21.01. bis 25.01.2019       Praktika der 9. Klassen  

 

 

                                                                                          

                                                    

Aus dem Schulleben

 

Tüfteln beim Robotik-Wettbewerb der Cluster-Schulen an unserem Gymnasium

Ein Roboter, der eine Pirouette dreht? Einer, der "Alle meine Entchen" pfeift? Der ein Tor schießt? Was etwas schräg und verwunderlich klingt, ist bei den Robotik-Tagen an unserem Gymnasium völlig normal. Zwei Tage lang programmierten die Teams die kleinen Lego-Roboter - und brachten ihnen offenbar einiges bei. Schon fast traditionell veranstaltet das Schulcluster, das sich aus den Gymnasien Traunreut, Traunstein, Burghausen, Trostberg, Altötting und Ising zusammensetzt, den Robotik-Wettbewerb - mit dem Ziel einer besseren Vernetzung untereinander, mit dem Ziel, voneinander zu lernen und zu profitieren. Seit 2009 arbeiten die Cluster-Schulen mit der TU München und regionalen Unternehmen zusammen. Damit werden die naturwissenschaftlichen und technischen Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert, wie Christina Reißl, Cluster-Beauftragte des LSH erklärte. In diesem Jahr lag dann zusätzlich noch Girl-Power in der Luft. Es traten nur Mixed-Teams oder reine Mädchen-Teams an - und die zeigten, was in ihnen steckt! In den niegelnagelneuen Computerräumen des LSH Ising ließ es sich - gestärkt mit frisch gekochtem Essen aus unserer Schulküche - gut arbeiten und innerhalb zweier Tage wurde den Robotern Leben eingehaucht, sodass sie den kniffligen Parcours, dem Wettbewerb am Ende, gut überstehen konnten. Ziel war es, die kleinen Maschinenmenschen auf einer weißen Platte einen farblich markierten Weg fahren und dabei verschiedene Aufgaben bewältigen zu lassen. Tanzen, pfeifen, Fußballspielen eben. Nicht alle der teilnehmenden Unterstufenschüler hatte bereits Erfahrung im Wahlfach Robotik und so stellte Peter Himstedt, Mathematik- und Physiklehrer, zuerst einige Aufgaben und Übungen, um das "EVA-Prinzip" (Eingabe, Verarbeitung, Ausführung) überhaupt erst zu erlernen. Dank der zusätzlichen Unterstützung der Zehntklässler Arne Kynast und Boris Bitterauf sowie der Sechstklässlerin VictoriaWesolowska gelang es den jungen Programmierern bald, Fortschritte zu machen. "Hoffentlich klappt das jetzt!", meinte da Paula Siebert, als ihre Teamkollegin Amelie Blank beim Wettbewerb auf den Startknopf des Roboters drückte. Und das tat es! Nur ein Team war besser als die "Unicorn Power" aus Ising, nämlich die "Mindstormmaster" vom Aventinus-Gymnasium Burghausen: Elektra Strohmaier und Georg Meindl setzten sich an die Spitze! Auch das "HGT-Team" vom Herzhaimer Gymnasium Trostberg kam mit Nour Sayed Ahmad und Hannes Freutsmiedl aufs wohlverdiente Treppchen. Schulleiter Wolfgang Brand hatte am Ende für alle eine Urkunde und ein Knobelspiel aus Holz. Die Erstplatzierten erhielten zusätzlich USB-Sticks, gesponsert vom Mediamarkt in Traunreut, die Zwei- und Drittplatzierten konnten sich über Audio-Splitter und Touchpens freuen. Für die "wirklich großartigen Leistungen" gab es von Peter Himstedt viel Lob und ein "Danke" für das begeisterte Engagement der Schüler. Die Cluster-Schulen freuen sich auf die nächsten Robotik-Tage - und die kommen bestimmt!

 

Große Beteiligung an der Typisierungs-Aktion in Ising

Die Typisierungs-Aktion, die parallel zum Isinger Weihnachtsmarkt veranstaltet wurde, war sehr erfolgreich. Alle Anwesenden zwischen 17 und 55 Jahren hatten dort die Möglichkeit, sich bei der DKMS (vormals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) registrieren zu lassen, und über fünfzig Personen erklärten sich als Knochenmarkspender bereit. „Für uns ist die Mühen beziehungsweise die Einschränkungen durch eine eventuelle Knochenmarkspende nicht der Rede wert, verglichen mit dem möglichen Nutzen für Leukämiekranke“, sagte eine Oberstufenschülerin. Organisiert wurde die Typisierungsaktion von den Mitgliedern der AG SocialIsing, die sich seit eineinhalb Jahren immer wieder verschiedenen gemeinnützigen Projekten widmen. Dabei wurde den Teilnehmern lediglich etwas Wangenschleimhaut entnommen, sodass die Aufnahme in die Datenbank nur knapp fünf Minuten dauerte. Als Entschädigung erhielten die überwiegend jungen Freiwilligen einen kleinen Schokoweihnachtsmann. Die Registrierung war für alle Teilnehmer kostenlos, wobei die Schüler um Lehrer Johannes Zenger darauf hinwiesen, dass jede Analyse im Labor 35 Euro kostet und die DKMS sich ausschließlich über Spenden finanziert. So kamen bei der Aktion an unserem Gymnasium 270 Euro Spenden zusammen, die die AG durch Einnahmen vom Spendenlauf im Sommer auf 500 Euro aufrunden wird. Auch bei Eltern und Lehrern war die Resonanz auf die Veranstaltung positiv. Vielleicht wird schon bald eines der Mitglieder der Isinger Schulfamilie zum ersten Spender.

 

Wohltätige Weihnacht beim Isinger Adventsbasar

Bratwürstel genießen, Punsch schlürfen, Plätzchen naschen - und das alles für den guten Zweck? Das ließ sich unsere Schulfamilie nicht zweimal sagen und kam zu Hauf auf den diesjährigen Adventsmarkt. Mit Posaune und Trompete eröffneten die Bläser den Weihnachtsbasar und stimmten alle Gäste auf die adventliche Zeit ein. Auch der Schulchor gab sein Bestes, um weihnachtliche Stimmung zu verbreiten, und animierte die bunte Schar aus Eltern, Ehemaligen, Lehrern zum Mitsingen. Da konnte jeder Gast schon einmal überprüfen, wie textsicher er bei "Kling, Glöckchen, klingelingeling " oder " Schneeflöckchen, Weißröckchen " - abgesehen von der ersten Strophe und Refrain - ist. Begleitet von feierlichen Worten des Schulleiters Wolfgang Brand stürmten dann die Besucher die Isinger Shopping-Meile aus wunderbar geschmückten Ständen der einzelnen Klassen. Diese hatten den ganzen Vormittag eifrig gebastelt und dekoriert: rot-grüne Kerzengestecke, selbstgenähte Duftkissen und filigran ausgesägte Sterne, Christbaumanhänger aus Salzteig, Engelchen und Skifahrer aus Zapfen, bemalte Holznikoläuse - und Krampusse. Für jeden Geschmack, für jede Idee, für jeden Wunsch war etwas zu finden. Auch die Isinger Oberstufenschüler hatten sich mächtig ins Zeug gelegt. Sie versteigerten ihre selbst gebackenen und verzierten Lebkuchenhäuser, brutzelten die verlockenden Speisen, verführten mit duftenden Waffeln zu einem Haferl Punsch. Alle Isinger Gymnasiasten hatten ein großes Ziel, das den Gästen auch ausführlich und mit Nachdruck durch die SMV-Vertreter André Saraboso und Romy Auer vermittelt wurde: Spenden für UNICEF! Bereits Anfang November fand auf Gut Ising die Unicef-Spendengala statt. Die erfolgreiche Dressurreiterin Ann Kathrin Linsenhoff stellte dort ihre eigene Stiftung für Kinder in Not - in Krisengebieten und auch in Deutschland - vor. Und genau für diese Hilfen konnten die Isinger nach diesem Adventsmarkt insgesamt rund 1300 Euro spenden! Aber auch anderes war den Besuchern des Weihnachtsbasars geboten: Im Blauen Salon des Gymnasiums stellte das W-Seminar Kunst ihre Arbeiten zum Thema "Ideen entwickeln, darstellen und realisieren" aus. Die Vielseitigkeit wurde hier klar: Neben selbst designten Schmuckschränkchen und kreativen Kommoden, zeigten Schüler auch modische Kunst im Stile einer Zeitungspapier-Abendrobe. Ein weiterer Schüler konzipierte ein Brettspiel aus Buchstaben-Würfel, um der Vielseitigkeit und Lebendigkeit von Sprache Respekt zu zollen. Die AG Social Ising hatte eine Aktion zusammen mit der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) ins Leben gerufen. In einem umfunktionierten Klassenzimmer konnten sich motivierte Menschen als Stammzellenspender registrieren lassen, um Blutkrebspatienten weltweit eine zweite Chance auf Leben zu geben. Mit erfüllten Herzen und gefüllten Taschen verabschiedeten sich am Ende des Abends die Gäste und waren sich allesamt einig: Das war ein gelungener Startschuss in die geschäftige staade Zeit.

 

Der Isinger Planetenweg ist fertig!

„Eingabe der Koordinaten 47°55‘23.1“N 12°29‘36.7“E, Entfernung vom Startpunkt 8,8471 × zehn bis 14 Lichtjahre. Countdown starten. Drei, zwei, eins, null!“ Und dann verlassen der Lehrer und sein Schülerteam ihre Heimatbasis, das Landschulheim Schloss Ising, um den Weg in Richtung Neptun auf sich zu nehmen. Denn genau bei diesem Planeten wollen sie ihren nächsten Schritt wagen und die notwendige Arbeit für ein großes Schulprojekt leisten: den Bau eines Planetenpfades. „Und diesmal sind wir in der Rekordzeit von knapp zehn Minuten am Neptun angekommen, ganz ohne Beamen“, lässt Kurt von Kiesling verlauten, denn bei genauem Studium der Koordinaten zeigt sich, dass der äußerste Planet des Sonnensystems nur 837 Meter von der Schule entfernt ist, an der Grenze des Schulgrundstücks nahe dem Chiemseeufer. An dieser Stelle bauen die Beteiligten eine Infotafel auf und setzen den Grundstein für den ersten Planetenweg am Chiemsee. Die Idee zum Lehrpfad entstand durch Physik und Mathematiklehrer Norbert Prebeck. Die Kombination aus naturwissenschaftlichem Background und sein Sinn für Kunst waren es, welche ihn in einer freien Minute zu diesem Gedanken führten. „Es war eine spontane Idee, die im Kollegium so gut ankam, dass sich schnell ein Kernteam entwickelt hat. Wir haben auch gleich mit der Arbeit begonnen.“ Mit dem Kernteam meint Prebeck vor allem Kurt von Kiesling, Lehrer für Kunst und Sport, und die zwei Schüler Peter Kerschl und Sebastian Wallner. Das Konzept des Pfades ist, naturwissenschaftlich Interessierten aus den eigenen und umliegenden Gemeinden wie auch Gästen, einen „lehrfördernden Mehrwert“ am Standort Chiemsee zu geben und durch die Gestaltung des Weges ein Gefühl für die Dimensionen des Sonnensystems zu schaffen. Diese Idee kam auch bei der Gemeinde Seeon-Seebruck und dem Chiemgau Tourismusverband gut an, sodass Hilfe angeboten und Genehmigungen für den Bau erteilt wurden. Die Parteien einigten sich auf einen Planetenpfad im Maßstab 1:5 400 000 000, der rund um das Grundstück des Landschulheims und auf dem Grundstück des Hotels Gut Ising entstehen soll. Die Sonne wird im Innenhof der Schule errichtet. Die Erde ist knapp 28 Meter von ihr entfernt und Merkur, Venus und Mars sind ebenso in unmittelbarer Nähe. Es wird daher möglich sein, von der Erde aus eine Marsmission in zehn Sekunden durchzuführen, ohne den Innenbereich der Schule zu verlassen, um schlussendlich allerhand Wissenswertes über den roten Planeten zu erfahren. Dabei treffen interessierte Hobbyastronauten auf Edelstahlplatten befestigte Kugelkörper, die wiederum auf einem Steinsockel montiert sind. Jeder Planet ist abstands- und maßstabsgetreu zur Sonne nachempfunden. Somit sind die dem Mars benachbarten Himmelskörper Jupiter, Saturn und Uranus auf Gut Ising zu finden. Neben diesen wird eine Infotafel aufgestellt, auf welcher allerhand aktueller Daten, Fakten und Analysen des kosmischen Gebildes zu finden sein werden. Viele Sponsoren haben bei dem Projekt mitgewirkt: vor allem die Braukon, welche die Materialien gestellt und viel konstruiert hat. Daneben hat unsere Schule auch Hilfe und Spenden von lokalen Unternehmen aus den Gemeinden Seeon-Seebruck, Traunreut, Trostberg und Bischofswiesen erhalten. Dafür herzlichen Dank!

Der Dank gebührt auch den Schülern:

Peter Kerschl und viele weitere Schüler buddeln die Löcher zum Aufstellen der Sockel aus, Sebastian Wallner steckt zudem noch viel Herzblut in die grafische Gestaltung der Infotafeln hinein. „2019 ist es so weit, dass wir die ersten Forscher und Weltraumtouristen in unser kleines Sonnensystem auf Reise schicken“, verkündet Kurt von Kiesling. Bis dahin werden die vier Teammitglieder noch öfter Koordinaten festlegen, zu den Planeten reisen und mit ihrem Bau ihren ganz persönlichen Fußabdruck in der Gemeinde hinterlassen.
Autor: Dr. Dominik Zgela

 

Zusammenhalt stärken in Europa

Nach der Zertifizierung zur Europa-Botschafterschule im September 2018 erhielten die Junior- und Seniorbotschafter nun bereits mehrfach die Gelegenheit, ihr Wissen zu schulen und sich mit anderen Botschaftern zu vernetzen. Die Juniorbotschafterinnen Christina Auer, Pauline Schauer, Lara Berger, Laura Berger und Benita Steger reisten in diesem Zusammenhang zunächst gemeinsam mit Seniorbotschafterin Frau Dießner am 02.10.2018 für unsere Schule nach Ulm, um an dem Treffen der Botschafterschulen aus Baden-Württemberg und Bayern teilzunehmen. Dort ging es darum, Aktionen anderer Schulen und durchgeführte Projekte zu besprechen, sich auszutauschen und andere Junior- sowie Seniorbotschafter besser kennenzulernen. Im Laufe des Vormittags wurde zusammen diskutiert, ob die einzelnen Projekte finanziell und organisationstechnisch jeweils umsetzbar sind. Außerdem stand das Europäische Parlament im Fokus - während in einer der beiden Gruppen ein Parlament gewählt und über aktuelle Themen wie die Sanktionen gegen Russland diskutiert wurde, erstellte die andere Gruppe Wahlplakate zur Europawahl 2019 und hielt eine Plenarsitzung ab. Am 25. Oktober durfte Benita Steger im Namen unserer Botschafterschule den rein studentisch organisierten, juristischen Kongress der EBS Universität in Wiesbaden besuchen. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Herr Jean-Claude Junker, Präsident der europäischen Kommission. Am Vormittag begrüßten der Präsident des Bundesgerichtshofs und der Brüssel Korrespondent des Spiegels die Teilnehmer. Die Vorträge behandelten juristische und wirtschaftliche Inhalte rund um das Thema Europa im Wandel - Rechtliche Spannungsfelder in Politik und Wirtschaft. Redner waren die Französische Botschafterin in Deutschland, der Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, der Generalsekretär der Europäischen Kommission, der Chefjustiziar der Deutschen Bank AG, der Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen, und weitere Regierungsvertreter. Dabei ging es um die Frage der Kernprinzipien der Europäischen Union, mögliche zukünftige Problemlösungen für beispielsweise Rechtspopulismus und aktuelle Themen wie den Brexit. Mit einer anschließenden Podiumsdiskussion und einem Coming-Together gab es die Möglichkeit, den Vertretern noch persönliche Fragen zu stellen, sich über die Themen des Tages zu unterhalten und untereinander neue Kontakte zu knüpfen. Um mit den Worten der französischen Botschafterin den Tag zusammenfassend zu beschreiben: „Europa ist nicht perfekt. Aber das was letztendlich bleibt, ist das Gemeinsame und daran müssen wir jeden Tag arbeiten.“ Auch eine der Seniorbotschafterinnen erhielt die Gelegenheit, ihr Repertoire für den Unterricht und für anstehende Projekte zu erweitern. So besuchte Viktoria Dießner am 20. und 21.11. zusammen mit knapp 100 weiteren Lehrern aus 24 europäischen Ländern das Europäische Parlament in Brüssel. In verschiedenen Workshops wurde die Arbeit der europäischen Volksvertreter genauer beleuchtet, Ideen zur Europawahl 2019 entwickelt und Erfahrungen ausgetauscht. Mit einer Führung durch den Gebäudekomplex und durch das neu errichtete und sehr beeindruckend gestaltete Museum für europäische Geschichte, wurde die Fortbildung am Ort des Geschehens abgerundet. 

 

 

Isinger Schülergruppe stellt fest: „Straßburg ist krass lit“

Bei der Internatsfahrt in die Hauptstadt des Elsass, zu der auch einige externe Schüler eingeladen waren, erkundeten die Schüler zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Am ersten Adventswochenende brachen die Französischlehrerinnen Frau Beyer und Frau Hufnagel mit zwanzig interessierten Schülern unseres Gymnasiums, welches im September 2018 zur Botschafterschule ernannt worden war, zu einer Studienfahrt nach Straßburg auf. Nach dem geführten Besuch des Europaparlaments, des Europaviertels und einer Schifffahrt auf der Ill, vorbei am deutsch-französischen ARTE-Sender, haben die Schüler das mittelalterliche Viertel „La Petite France“ mit seinen weihnachtlich dekorierten Fachwerkhäusern bewundert. Straßburg ist nämlich auch die Stadt mit dem traditionsreichsten und ältesten Weihnachtsmarkt der Welt. So konnten die Schüler bei Crêpes und Flammkuchen, Bredele (Weihnachtsgebäck) und Baeckeoffe avec de la choucroute (typisch elsässischer Eintopf mit Sauerkraut) Einblicke in die vielseitige Lebensart unserer Nachbarn gewinnen. Stadtführer Pierre bereicherte den Besuch durch Anekdoten, gesprochen in der lokalen Mundart, sowie Fakten zur bewegten Geschichte des Elsass. Über Jahrhunderte hinweg war das Elsass Spielball zwischen Deutschland und Frankreich und erlitt vor allem im Zweiten Weltkrieg große Schäden. Auch das Straßburger Liebfrauenmünster, welches heute auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblickt, wurde bei Bombardierungen damals erheblich beschädigt. Besonders sehenswert sind hier das imposante Portal der Kathedrale, die kunstvoll gestaltete Kanzel und die einmalige Weltzeituhr. Im benachbarten Palais Rohan gibt es Mobiliar aus der Zeit von Napoleon I zu bestaunen und während der Vorweihnachtszeit sogar eine lebende Krippe. Einen Vormittag verbrachte die Gruppe im weitläufigen Stadtpark, genannt Parc de l’Orangerie, der weitab des Weihnachtstrubels der Innenstadt zum Flanieren und Verweilen einlädt. Die Schüler hatten Gelegenheit, ihre bereits erworbenen Französischkenntnisse zu erproben. Auch die beiden Lehrerinnen erweiterten ihren Wortschatz um neue Begriffe der Jugendsprache und stellen selbst fest, dass Straßburg „krass lit“ - einfach toll - ist und sich immer eine Reise dorthin lohnt.