Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

wie Sie an den untenstehenden Berichten über unser Schulleben sehen, waren die letzten Schulwochen sehr ereignisreich, und so bieten die kommenden Osterferien eine willkommene Verschnaufpause, bevor das Schuljahr nochmals richtig Fahrt aufnimmt:
Gleich in der ersten Woche nach den Osterferien findet der erste Italien-Austausch mit Genua statt.
Dann beginnt mit dem Fach Mathematik die schriftliche Abiturprüfung, es gibt die Ausgabe der zweiten MSI und weitere Informationen über das Notenbild.
Nach den Informationsabenden über die Sprachwahl für die 2. Fremdsprache, die Wahl der Ausbildungsrichtung und die Wahl der spät beginnenden Fremdsprache Italienisch sowie nach den Elternsprechtagen mit anschließendem Informationsabend zum Medienkonsum von Jugendlichen folgen die Einschreibung für die 5. Jahrgangsstufe und der Probeunterricht.

Die genauen Termine entnehmen Sie bitte der Terminübersicht.

Informationen über die wunderbaren Vorstellungen unseres Schultheaters der Odyssee nach Homer finden Sie hier.

Anträge auf Beurlaubung bzw. Unterrichtsbefreiung

Anträge auf Beurlaubung richten Sie bitte an das Sekretariat. Diese Anträge können nur aus wichtigen Gründen (Urlaubsreisen fallen nicht darunter) und nur von Erziehungsberechtigten gestellt werden. Entsprechende Schreiben von Sportvereinen, Kirchen oder auch Verwandten (z.B. Großeltern) reichen alleine nicht aus, können aber als Anlagen eingereicht werden.
Bitte denken Sie daran, den Antrag rechtzeitig zu stellen, damit die Schule auch reagieren kann und nicht letztlich vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Ich weise darauf hin, dass die Entscheidungsbefugnis bei der Schulleitung liegt. Ein Antrag auf Befreiung gilt als genehmigt, wenn Sie von uns keine anders lautende Mitteilung erhalten. Der Klassenleiter wird von uns informiert. Für Anträge auf Schulbefreiung wegen eines Arztbesuchs gilt das gleiche Verfahren. Bitte geben Sie in Ihrem Antrag eine möglichst genaue Begründung für die Notwendigkeit der Beurlaubung an.

 


Mit freundlichen Grüßen




W. Brand                                                                                   C. Brandl
OStD, Schulleiter                                                                       StRin, Internatsleiterin

 



Termine

 

08.04.-23.04.2017         Osterferien
                                              Abreise am Freitag, 07.04.2017, Unterrichtsende um 11.20 Uhr
                                              Anreise am Sonntag, 23.04.2017, ab 17.00 Uhr

23.04.-28.04.2017         Schüleraustausch mit Genua: Die Isinger besuchen Genua

27.04.2017                     Informationsabende
                                              19.00 Uhr Informationsabend zu Italienisch spätbeginnend
                                                               für die jetzigen 9. Klasse
                                              20.00 Uhr Informationsabend zur Sprachwahl L/F
                                                               für die jetzigen 5. Klassen
                                              20.00 Uhr Informationsabend zur Wahl der Ausbildungsrichtung
                                                               für die jetzigen 7. Klassen

28.04.2017                     MSI  und 2./3. Information über das Notenbild

03.05.2017                     Beginn des schriftlichen Abiturs
                                             03.05.2017 Mathematik
                                             09.05.2017 Deutsch
                                             12.05.2017 3. Abiturfach

04.05.2017                     2. Allgemeiner Lehrersprechtag: 17.00-19.30 Uhr
                                             Anmeldung über Ihr Kind bei den entsprechenden Lehrkräften,
                                             das Anmeldeblatt kann von der Homepage hier heruntergeladen werden
 
05.05.2017                     2. Allgemeiner Lehrersprechtag: 12.05-13.30 Uhr
                                            Anmeldung wie oben

08.05.-12.05.2017         Einschreibung für die neue 5. Jahrgangsstufe

12.05.-14.05.2017         5. Pflichtheimfahrt
                                             Das Internat ist an diesem Wochenende geschlossen.
                                             Abreise am Freitag, 12.05.2017, Unterrichtsende um 12.50 Uhr
                                             Anreise am Sonntag, 14.05.2017, ab 17.00 Uhr

16.05.-18.05.2017         Probeunterricht

03.06.-18.06.2017         Pfingstferien
                                           
Abreise am Freitag, 02.06.2017,
                                            Unterrichtsende um 11.20 Uhr
                                            Anreise am Sonntag, 18.06.2017, ab 17.00 Uhr



Aus dem Schulleben

 

 

Wintersporttag

 

Endlich war es soweit! Nicht Mathe, Englisch oder Deutsch standen an diesem Dienstag nach den Faschingsferien auf dem Stundenplan, sondern Snowtubing, Skifahren oder Wandern. Schüler und Lehrer stiegen gutgelaunt in die Busse und machten sich auf in Richtung Schnee, der Ising bereits verlassen hatte.

Der Großteil der Schüler hatte Inzell und Kössen als Ziel, um dort entweder eine wunderbare Wanderung zu unternehmen, oder um endlich einmal auch das vielgelobte Snowtubing auszuprobieren. Und schon bald hingen dann jene großen und kleinen Isinger in aufgepumpten Reifen und ließen sich immer und immer wieder vom Lift nach oben transportieren. Dann hörte man nur mehr lautes Jauchzen, als sich die Schüler aneinander gekettet in die Steilkurven stürzten - und natürlich mussten auch die begleitenden Lehrer zeigen, dass sie vor diesem waghalsigen Vergnügen nicht zurückschreckten.

Die Skifahrer machten sich von Waidring ausgehend in Kleingruppen auf zu einem flotten Skitag. Die wunderbaren Schnee- und Pistenverhältnisse konnten - wie bei den Wanderern und Snowtubern auch - nicht durch die fehlende Sonne getrübt werden. Nach einem Einkehrschwung in die Stallenalm genossen alle ein deftiges Mittagessen, um sich frisch gestärkt zur zweiten Runde aufzumachen und - auch wenn nur für einen Bruchteil von Sekunden - einen Hauch Sonne zu verspüren.

Strahlende Gesichter, Bewegung an der frischen Luft, der ein oder andere Schnee-Stunt eines Lehrers und keine Hausaufgaben: Schee war`s.

 

 

 

„Schriftsteller spinnen Fäden zu einem feinen Ganzen, bei dem alles mit allem zusammenhängt.“

 

Unsere Schüler besuchten die Lesung von Isabel Abedi in Schloss Stein

Die Hamburger Autorin Isabel Abedi hat mit ihren beiden Auftritten in Schloss Stein jeweils etwa 200 Schüler für ihre Bücher begeistert. Neben den Isinger Gymnasiasten waren auch Schulkinder aus vielen anderen umliegenden Orten anwesend.

In einer szenischen Lesung stellte die Hamburger Jugendbuch-Autorin Isabel Abedi ihren neuen Roman „Die längste Nacht“ vor. Dabei erhielten die Isinger Elftklässler einen Einblick in die Stimmung und den Spannungsaufbau dieses Buches. Besonders interessant war aber der zweite Teil ihres Vortrags: Hier ließ Abedi die Schüler einen Blick hinter die Kulissen werfen – sehr lehrreich vor allem für die Isinger Schüler des P-Seminars „Kreatives Schreiben“. Isabel Abedi machte zum einen deutlich, wie viel sie als Autorin von Orten, die sie gut kennt, eins zu eins in ihre Romane übernimmt. Ein Bergstädtchen in Italien, oftmals längere Zeit im Sommerurlaub erlebt, Weizenfelder, Klosterruine, Fluss und Wasserfall, dienen in ihrem neuen Roman als Kulisse, während die Personen frei erfunden seien. Zum anderen zeigte Abedi bei ihrem Vortrag ihre strukturierte Arbeitsweise mit Fotos aus ihrem Arbeitszimmer: Eine Wand neben ihrem Schreibtisch hatte sie als Inspirationswand mit Fotos, Karten und Schriftstücken ausgestattet, auf eine andere Wand hatte sie für den Handlungsablauf farbige Zettel und Symbole gepinnt. „Ich weiß immer, wie ein Buch ausgeht, aber durchgeplant habe ich bei diesem neuen Buch nur etwa 12 von 40 Kapiteln.“    

„Wie kommen Sie denn auf Ihre Ideen?“, fragt ein Schüler. „Bei meinem neuen Buch `Die längste Nacht’ war es so, dass ich ein Manuskript liegen sah, ein paar Zeilen las und mir dachte – hey, das hat ja mit mir zu tun. Und um dieses Manuskript herum habe ich die Geschichte herumkonstruiert.“

Begonnen hatte die Autorin Abedi den Tag in Schloss Stein vor Unterstufenschülern – auch vom Isinger Gymnasium. Diesen präsentierte sie den neunten Band ihrer „Lola“-Reihe. In diesem Buch „Lola und die einzige Zeugin“ fand der Isinger Fünftklässler Felix Obermaier die Szene am besten, „wo man nur im Dunkeln die leuchtende Zigarette hinter dem Fenster sieht“. Auch den kleineren Schülern erklärte Abedi die Arbeit, die für ein Buch notwendig ist. Da staunte die Isingerin Clara Rehfeldt, „dass man so viel lesen muss, bevor man ein eigenes Buch schreiben kann!“

Auf den Fotos sieht man die Fünftklässlerin Helena Paul, die sich von Isabel Abedi ihr Buch „Lola und die einzige Zeugin“ signieren lässt, und Isabell Abedi, wie sie ihr Buch „Die längste Nacht“, in dem Schüler nach dem Abitur mit einem VW-Bus durch Europa fahren, vorstellt. Auch die „großen“ Elftklässlerinnen Svetlana Meshcherskaya, Michelle Schwegler und Vanessa Gocke suchen das Gespräch mit der Autorin.

 

 

Jetzt wird's kriminell!

 

Kriminacht der sechsten Klassen am Gymnasium Ising

Ein Schuss fällt, im Dunkeln vernimmt man verdächtige Geräusche - ein Opfer ist zu beklagen. Kurze Zeit später wird ein zweiter lebloser Körper aufgefunden, die Dame wurde allem Anschein nach vergiftet... doch waren dies alles Unfälle oder kann der Schuldige doch gefunden werden?

Auf diese und weitere Fragen zum Tathergang haben auch in diesem Jahr die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse im Rahmen der Kriminacht Antworten gesucht. Als Ermittlerteam besichtigten sie zunächst Tatort und Tatwaffe, befragten Augenzeugen, sprachen mit dem Gerichtsmediziner und versuchten den mysteriösen „Tod“ zweier „Opfer“, gespielt von Tutoren der Oberstufe, aufzuklären.

Die kleinen Kommissare zeigten dabei nicht nur maximales Engagement, sondern erfreuten sich an Pizza und dem abendlichen Beisammensein, bei dem  freilich nicht viel geschlafen wurde. Doch in Erinnerung bleibt ein spannungsreicher Abend mit den Tutoren, welche einen wichtigen Beitrag zum gelingenden Zusammenleben an der Schule leisten.  

Die Kommissare der 6. Klasse untersuchen den "Todesfall"

 

 

„Tod und Verwundung sind möglich“

 Jugendoffizier Hauptmann Kristin Brinckmann stellt unseren Zehntklässlern die Bundeswehr mit ihren Aufgaben vor

„21 Kriege gibt es derzeit weltweit.“ Jugendoffizier Kristin Brinckmann aus Bad Reichenhall begann ihren Vortrag am Landschulheim Schloss Ising über die Notwendigkeit der Bundeswehr mit den allgemeinen Bedrohungen auf der Welt. Sie stellte die Aufgaben der Bundeswehr vor: die erste hauptsächliche Aufgabe der Landesverteidigung, die Bündnisverteidigung für NATO, Vereinte Nationen und Europäische Union, die Rettung und Geiselbefreiung im Ausland, den Heimatschutz bei Naturkatastrophen und internationales Krisenmanagement. Derzeit seien 3300 Soldaten im Auslandseinsatz, die meisten davon in Mali, weitere in Afghanistan, im Kosovo und am Horn von Afrika. Jugendoffizier Brinckmann erläuterte den Ablauf, wie es zu einem Auslandseinsatz kommt im Rahmen der UN und begründete den NATO-Einsatz der Bundeswehr in Litauen als Übungen zur Abschreckung Russlands. Brinckmann warb für das Berufsbild des Soldaten, verschwieg aber nicht die Nachteile: „Tod und Verwundung sind möglich.“ Am Ende stellte sie kurz das interaktive Planspiel Polis vor, an dem in Kürze Schüler aus Prien und Ising teilnehmen werden, und verteilte erste Rollen.  

Hauptmann Kristin Brinckmann, Jugendoffizier in Bad Reichenhall, informierte am Isinger Gymnasium die Zehntklässler über die Rolle der Bundeswehr

 

 

„Jeder, der mitläuft, ist auch ein Täter“

 Jugendbuchautor Dirk Reinhardt liest am Gymnasium Ising

In der Aula des Gymnasiums Ising fand ein besonderer Geschichtsunterricht statt. Der Autor und Historiker Dirk Reinhardt las für Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klassen und das P-Seminar „Kreatives Schreiben“ aus seinem Jugendroman „Edelweißpiraten“. - So wurden im Dritten Reich Gruppen deutscher, unangepasster Jugendlicher mit oppositionellem Verhalten genannt.

 

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Wolfgang Brand, der darauf hinwies, dass „Nazivergleiche ja derzeit Konjunktur“ hätten, weshalb sowohl junge als auch ältere Menschen mit der Vergangenheit bestens vertraut sein sollten, führte Dirk Reinhardt die Schülerinnen und Schüler lebendig in die Thematik ein. Die Edelweißpiraten, „ursprünglich ganz normale Jugendliche aus der Arbeiterschaft“, die nicht an der Politik interessiert waren, entwickelten sich im zweiten Weltkrieg zu einer Protestbewegung gegen Hitler und die Nationalsozialisten. Die Gruppierung hatte zunächst das Ziel, nach einem zehn bis zwölfstündigen Arbeitstag deren Freiheit in der Freizeit zu bewahren. So fingen die Edelweißpiraten sehr schnell an, „ihre Unzufriedenheit in die Tat umzusetzen“. Die SS und die gefürchtete Geheime Staatspolizei versuchten, dem Aufruf nach Individualität mit Strafen - angefangen vom Jugendgefängnis bis hin zum Jugendkonzentrationslager - Einhalt zu gebieten. Dies hatte jedoch noch heftigeren politischen Widerstand seitens der Gruppierung, die mehrere tausend Mitglieder umfasste, zur Folge.

Der Roman von Dirk Reinhardt spielt in Köln, wo die Edelweißpiraten vor allem tätig waren. „Alles, was hier im Buch geschildert wird, ist damals wirklich passiert“, so der Schriftsteller zur Erklärung, "er wolle einfach zeigen, wie diese Jugendlichen überhaupt dazu gekommen sind, zu politischem Widerstand überzugehen“. Mit sonorer Stimme entführte der Jugendbuchautor die Gymnasiasten in die NS-Zeit und ließ sie teilhaben an Flugblattaktionen, in denen sich die Edelweißpiraten gegen Hitler richteten. „Wer mit diesen Flugblättern erwischt wurde, der wanderte sofort zur Gestapo“, kommentierte der Autor die Romanstelle. Was dort geschah, war dann ebenfalls Teil der Lesung: Der Schock angesichts der  brutalen Vorgehensweise der SS und Gestapo war den Isinger Mittelstuflern deutlich anzusehen.

Am Ende war den Isinger Gymnasiasten klar vor Augen geführt worden, immer Mut zu beweisen, reflektiert zu sein und gegen Unrecht vorzugehen, da "jeder, der mitläuft, auch ein Täter ist".

 

Text: Simon Velten

Fotos: Viktoria Dießner

Dirk Reinhardt liest aus seinem Jugendroman „Edelweißpiraten“
Autor Dirk Reinhardt im Gespräch mit dem P-Seminar „Kreatives Schreiben“

 

Die 9. Klassen in Eastbourne


Dear Diary

Wednesday, 8th March

We arrived in London Heathrow airport at half past one. Then we went to Eastbourne by bus. Our host families picked us up at the language school. We unpacked our suitcase at our host family's home, ate something and went to bed.

(Leoni P.)

 Thursday, 9th March

On Thursday school began at 9 o' clock. We had three lessons that lasted one hour each and between each lesson a break of 15 min, so school finished at 12.30. After school we went to Beachy Head and we needed to walk a lot, but it was very cool and beautiful so it was worth it. Then I went back to my home, ate dinner at 7 o'clock and spoke about our day with the family.

(Cristina G.)

Friday, 10th March

On Friday we had lessons and in the afternoon we went to Brighton by train. There we walked to the Brighton pier. Unfortunately the weather wasn't that good so we couldn't see the sea and pier very clearly. Then we had some free time until we went back home.

(Felicia P.)

Saturday, 11th March

On Saturday we made an excursion to Canterbury the whole day. There we visited the cathedral and the museum "Chaucer's Canterbury Tales" which was different from other museums because it was about the pilgrimage to Canterbury which made us feel like real pilgrims. We stopped at scenes where either actors or figures with a speaker illustrated what it was like when the pilgrims met other people and the people told some tales. After the visit of the museum we were allowed to go through the shopping streets of Canterbury.

(Miriam O.)

Sunday, 12th March

On this day we visited London. We walked through the big city and saw Big Ben, the London Eye, Buckingham Palace and the British Museum. It was very exhausting, but very nice.

(Amélie F.)

Monday, 13th March

On Monday we stayed in school the whole day. School was very interesting and we learned a lot. We heard something about the English Parliament and the Royal family. After finishing school we had some spare time.

(Simon K.)

Tuesday, 14th March

On the last day we had school in the morning, in the afternoon we visit an art museum and had to do a quiz about this museum and the town. When we were at home we all had to pack because on Wednesday we flew back to Germany.

(Lisa T.)

Wednesday, 15.March

In the morning I was very sad when I had to say good-bye to my host family and I must say I really enjoyed this trip. And now we are going back...

(Erik S.)

 

 

Planspiel Polis

„Man sieht, dass die Leute da oben in der Politik hart arbeiten müssen“

 

In dem dreitägigen Planspiel „Polis“ haben Zehntklässler aus Ising und aus Prien die internationale Weltpolitik hautnah kennen gelernt. Die Gymnasiasten waren dabei unter der Anleitung von zwei Jugendoffizieren der Bundeswehr in verschiedene Rollen geschlüpft. Sie arbeiteten als Staats-Chefs, als Wirtschaftsminister, als Weltbank-Manager, als Leiter der Vereinten Nationen, als internationale Journalisten und als Amnesty International-Vertreter. Als erstes mussten sich die 40 Schüler in ihre Rollen einarbeiten, zum Beispiel sichteten die jeweils drei Vertreter der Staaten wie Russland oder Indien sowie der Staatengruppen wie Ozeanien und Afrika ihre Ausgangslage in den Bereichen Sicherheit, Umwelt und Wirtschaft, damit sie diese in einer ersten Runde vorstellen konnten.

Flüchtlinge erreichen Europa, Japan schaltet seinen Atommeiler wieder an, Großbritannien verlässt die EU, der Terrorismus bedroht viele Staaten: Neu eingespielte Nachrichten wie diese zwangen die Schüler nun zum Formulieren von Programmen, mit deren Umsetzung sie einerseits Bedrohungen abwehren und andererseits die Wirtschaft am Laufen halten wollten, während die Wirtschaftsminister in einer Art Börse hektisch Waren austauschten und Handelsverträge abschlossen. Am Abend trafen sich alle zu einem Sicherheitsgipfel, der von den Vertretern Europas beantragt worden war.

Das Planspiel „Polis“, das  an der Universität Erlangen entwickelt worden war, um den Studenten die Weltpolitik näher zu bringen, wird seit 1989 von der Bundeswehr für ihre Öffentlichkeitsarbeit benutzt. Die Teilnehmer, hier Schüler des Landschulheims Schloss Ising und des Ludwig-Thoma-Gymnasiums Prien, lernten damit die Arbeitsweise von Politikern kennen. Nebenbei erwarben sie viele Kompetenzen: „Das ist ganz schön aufregend, vorne am Stehpult und mit Mikrophon vor allen zu sprechen“, berichtete beispielsweise André Saraboso aus Ising. Auch schnelles Reagieren will gelernt sein, denn das interaktive Planspiel verläuft je nach der Arbeit der Teilnehmer unterschiedlich.

„In Europa hungern viele Einwohner!“ Was die Weltpresse nun aufdeckte, war der Fehler der EU-Politiker, denn  bei der vorherigen Handelsrunde hatten sie sich zu wenig mit Rohstoff- und Industriegütern eingedeckt, sodass viele Betriebe nicht mehr produzieren konnten. Nun war schnelles Gegenlenken gefragt – ein Antrag auf Soforthilfe wurde nötig, Denn bei dem auf drei Jahre angelegten Planspiel hätten andere Maßnahmen erst viel zu spät gegriffen.

Nun sprachen die Staatsminister über die Erfolge und Misserfolge ihrer Politik und mussten vor den anderen Staaten Rede und Antwort stehen. Vor allem zu diesen Reden gab es von den beiden Spielleitern, den Jugendoffizieren der Bundeswehr, ein sehr ausführliches Feedback: Blickkontakt zu den Zuhörern, Einhalten der vorgegebenen Zeit, Sprache und inhaltlicher Aufbau – alles gut gelungen? Die Teilnehmer aus beiden Schulen waren sich nach den drei Tagen sicher, viel gelernt zu haben: „Man sieht, dass die Leute da oben in der Politik hart arbeiten müssen“, sagte Vichy Lirapirom vom Isinger Gymnasium.

 

 

Osterhase in Ising gesichtet!

 

Auch in diesem Schuljahr fand der Osterhase den Weg in unser Gymnasium. Vor einigen Tagen schon hatten die Tutoren gemeinsam mit ihren Schützlingen aus der Unterstufe bunte Osternester gebastelt, die sie schließlich auf dem gesamten Schulgelände versteckten. Voller Eifer suchten die Fünft- und Sechstklässler  und hielten am Ende das eigene prallgefüllte Nest in den Händen. Den selbstgebackenen Osterkuchen ließen sich dann sowohl unsere Kleinen als auch die großen Tutoren schmecken...


Unsere Tutoren als Osterhasen
Die ersten glücklichen Finder
Die Osterkuchen...
....schmecken wunderbar
... auch Verwaltung, Hausmeiser und die Schulleitung werden vom Osterhasen besucht